Versteuerung von Festgeldzinsen

Versteuerung von Festgelderträgen

Festgeldzinsen unterliegen den für Einkünfte aus Kapitalvermögen geltenden steuerlichen Bestimmungen, wonach die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent der Kapitalerträge direkt von der Bank einbehalten und an das Finanzamt abgeführt wird, sofern kein ausreichender Freistellungsauftrag oder eine NV-Bescheinigung vorliegt.

Wer Mitglied einer kirchen- bzw. kultussteuerberechtigten Religionsgemeinschaft ist, zahlt zusätzlich die entsprechende Kirchensteuer auf Festgeldzinsen. Wenn der Bank die Religionszugehörigkeit nicht mitgeteilt wurde, müssen die Zinseinnahmen zur Berechnung der Kirchensteuer dem Finanzamt gegenüber angegeben werden, damit wird der gewünschte Vereinfachungseffekt natürlich aufgehoben, so dass eine entsprechende Information der Bank als sinnvoll erscheint.

Der Begriff “Abgeltungssteuer” besagt, dass sämtliche Steuerschulden aus erfassten inländischen Einkünften aus Kapitalvermögen hiermit getilgt werden. Ein 25 Prozent übersteigender persönlicher Steuersatz führt nicht dazu, dass zusätzliche Abgaben geleistet werden müssen, auf der anderen Seite können aber auch keine mit dem Erzielen von Zinseinnahmen verbundenen Werbungskosten geltend gemacht werden.
Wenn der persönliche Steuersatz jedoch weniger als 25 Prozent beträgt, hat der Steuerpflichtige Anspruch auf die Erstattung der zuviel gezahlten Steuern und kann diese im Rahmen der Einkommenssteuererklärung geltend machen.

Jeder Steuerpflichtige verfügt pro Jahr über einen Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro für Einzelpersonen und 1.602 Euro für Ehepaare, welcher bei der Erteilung eines entsprechenden Freistellungsauftrages von der Abführung der Abgeltungssteuer befreit ist. Dieser kann vollständig bei einem Geldinstitut geltend gemacht oder beliebig auf unterschiedliche Banken aufgeteilt werden. Sofern ein Anleger durch ungeschicktes Aufteilen der Beträge tatsächlich weniger als 801 bzw. 1602 Euro steuerfrei erhält, lässt sich der zuviel abgezogene Betrag bei der Einkommenssteuererklärung geltend machen, das gilt auch, wenn kein Freistellungsauftrag erteilt wurde.

Neben dem Freistellungsauftrag dient auch die Nichtveranlagungsbescheinigung der Vermeidung von Steuerabzügen auf die beim Festgeld erzielten Zinseinnahmen. Eine derartige Bescheinigung erhalten Privatpersonen, wenn sie auf Grund ihres geringen Einkommens mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht lohn- oder einkommenssteuerpflichtig sind. Das trifft immer dann zu, wenn die steuerpflichtigen Einkünfte den Betrag von 8.004 Euro für Alleinstehende sowie 16.008 Euro für Ehepaare nicht überschreiten, so dass sie in erster Linie Rentner, Studenten und in Teilzeit beschäftigte Arbeitnehmer erhalten. Die Abgabe einer NV-Bescheinigung bei der Bank ist besonders dann sinnvoll, wenn die Zinseinnahmen den Sparer-Pauschbetrag übersteigen, da in diesem Fall keine Abgeltungssteuer einbehalten wird.

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