Unterschiede zwischen Festgeld und Tagesgeld
Vor allem bei Anlegern, die sich bei ihren Anlageentscheidungen auf Produkte fokussieren, die sich durch eine hohe Sicherheit auszeichnen, sind Tagesgeldkonten und Festgelder sehr beliebte Anlagemöglichkeiten. Allerdings gleichen sich beide Produkte nur in punkto Sicherheit der Einlage. Hier gilt für beide Produkte grundsätzlich (mindestens) die staatliche Einlagensicherung, die pro Kunde einen Betrag von maximal 100.000 Euro absichert. Viele Banken bieten aber auch darüber hinausgehende Einlagensicherheit durch die Mitgliedschaft in privaten Einlagensicherungsfonds. In anderen Punkten gibt es zwischen Tagesgeld und Festgeld teilweise erhebliche Unterschiede.
Laufzeiten & Fristen
Vor allem was die Produktlaufzeit betrifft, könnten Tagesgeld und Festgeld unterschiedlicher nicht sein. Während es sich bei Tagesgeldkonten grundsätzlich um Einlagen handelt, die täglich fällig sind und bei denen eine vorherige Kündigung nicht erforderlich ist, wenn über den gesamten Anlagebetrag oder Teile desselbigen verfügt werden soll, haben Festgeldkonten hingegen stets eine fest vereinbarte Laufzeit, innerhalb der Verfügungen über das angelegte Geld ausdrücklich nicht möglich sind. Nur in besonderen Fällen ist eine vorzeitige Verfügung auch bei Festgeldanlagen möglich. Diese geht allerdings stets mit erheblichen Nachteilen einher. Oft wird die Verzinsung bei Festgeldkonten reduziert, wenn eine vorzeitige Verfügung vorgenommen wird. Die für Festgeldkonten gängigen Laufzeiten liegen bei 6 bis 120 Monaten. Einige Banken bieten aber auch Festgelder mit kürzeren Laufzeiten an.
Verzinsung
Ein weiterer großer Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld besteht in Sachen Verzinsung. Während die Zinsen für Tagesgeldkonten grundsätzlich variabel sind (es gibt ja auch keine feste Laufzeit), werden sie beim Abschluss des Festgeldkontos fest vereinbart und sind über die Gesamtlaufzeit unveränderlich. Dadurch bietet das Festgeldkonto aus Renditegesichtspunkten zwar grundsätzlich optimale Planungsmöglichkeiten, allerdings geht mit dem Festzins auch die Tatsache einher, dass nicht von steigenden Zinsen profitiert werden kann. Im Unterschied dazu bietet die variable Verzinsung bei Tagesgeldanlagen die Chance, an steigenden Leitzinsen zu partizipieren. Auf der anderen Seite ergibt sich bei Tagesgeldprodukten aber auch stets die Gefahr sinkender Renditen bei fallenden Leitzinsen, während die feste Verzinsung bei Festgeldkonten den Vorteil bietet, dass fallende Leitzinsen keinen Einfluss haben.

